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José Manuel Barroso ist Mr. Europa


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Die Frage des Tages für mich war: Was sind sie für ein Mensch, Herr Barroso?


Und ich denke, man kann über eine Person Vieles sagen, wenn man die Freunde und die Mitarbeiter der Person anschaut.

Und ich war überrascht. Positiv.


Alle haben schon einmal den Namen “Barroso” gehört, aber nicht jeder assoziiert den Namen mit seiner Arbeit. Ich habe schon Fragen gehört, wie: Ah, er ist von der EU, aber was macht er? Wer ist er wirklich? Darauf habe ich geantwortet: Ich weiß nicht was er im Detail macht, aber er ist Präsident der Europäischen Kommission und wird am Freitag mit einem Doktortitel geehrt. Zu Recht.

Nach der EU-Osterweiterung bekam Chemnitz eine neue Position: eine europäische Lage, wenn man dies geographisch betrachtet. Hier kann man auch Europastudien studieren. Wegen der Geschichte und politischen Entwicklungen scheint Chemnitz der Platz in Europa zu sein, wo die Beziehungen zwischen Ost und West gezeigt werden, wie zwischen Altem Europa und Neuer Welt. Das war der Gedanke, der durch den Rektor der TU Chemnitz betont wurde.

Es waren viele wichtige Gäste aus der Europäischen Kommission (u.a. Herr Matthias Petschke), der Universität Lissabon (Herr Prof. Viriato Soromenho-Marques), Mitglieder des Sächsischen Landtages, Mitglieder des Bildungsministeriums Sachsens, Botschafter, Bürgermeisterin der Stadt Chemnitz und viele wichtige Bussiness- und Politikmenschen sowie Studenten, Professoren und Freunde Europas anwesend.

Natürlich war auch das Team von Herr Barroso dabei. Diese Menschen sind wirklich nett und hilfsbereit. Ich muss mich an dieser Stelle noch einmal für ihre offene und hilfsbereite Einstellung bedanken. Sie waren alle erschöpft vom Reisen und der Teilnahme am Prager Gipfel, aber trotzdem hatten sie gute Laune und waren offen für Gespräche. Und ich muss sagen, dass Herr Barroso genau wie sein Team ist (oder eher sein Team ist wie er): offen und gesprächsbereit.

Die Reden des Tages waren alle gut. Es wurde über Europa und Kommunikation gesprochen. Es wurden wichtige Statements („gehe wählen“ und „Kooperation mit den neuen EU-Ländern“) geäußert, jedoch habe ich den alltäglichen Aspekt vermisst (ich meine hier nicht den Aufruf zum Wählen!), bis Herr Barroso anfing zu reden. Er hat nicht nur alles abgelesen, sondern ich hatte das Gefühl, er erklärt alles, woran er glaubt. Das waren teilweise Aussagen über die Identität einer Person, das Teilen der gemeinsamen Werte, über Offenheit gegenüber der Welt und Offenheit gegenüber der Vielfalt. Er sprach über die europäische Identität und wie sie verstanden wird – innerhalb und außerhalb Europas (z. B. in Asien). Und ich dachte an dieses Projekt und das Hauptthema “Ich bin ein Europäer und bin stolz darauf”. Wir hatten hier schon viele solche Aussagen von den normal sterblichen Menschen und sie haben dieselben Gedanken wie Herr Barroso. Das war wunderbar. Große Politik ist nicht immer so weit weg vom durchschnittlichen Leben wie man denken könnte. Er sprach weiterhin über Verantwortung, die übernommen werden muss, für unsere Taten und für Populismus, über Kommunikation und über Weiterentwicklung einer gemeinsamen Welt, in welcher man sich besser versteht.

Herr Barroso erinnerte sich an Politiker aus verschiedenen Ländern, er erzählte einige Anekdoten, die Lachen verursachten. Es war ein Lachen, das man in der Politik meistens vermisst. Er zeigte, dass die Politik nicht nur wichtig und Ernst bleiben muss, sondern dass dazu auch ein Lächeln gehört, das sich über den Raum verbreitet und eine bessere Stimmung hervorbringt. In solch einer verbesserten Atmosphäre kann man über jedes Thema einfacher reden. Das war wundervoll.

Ich hatte die Ehre und das Vergnügen mit Herr Barroso zu sprechen und ich fragte ihn, welche Erwartungen er hatte, als er Präsident der Europäischen Kommission wurde. Er antwortete, er wollte die wirtschaftliche Lage verbessern und das Problem der Arbeitslosigkeit mindern. Natürlich hat er damals noch nicht vorhersehen können, dass eine solche weltweite Wirtschaftskrise auftreten kann, aber wir sollen wissen, dass die EU die erste Handelsmacht der Welt ist. Wenn wir unsere Potenziale vereinigen, werden wir viele Sachen managen und schaffen. Herr Barroso schaut optimistisch in die Zukunft und er gibt diesen Optimismus an Andere weiter. Genau wie sein Team. Sie sind alle sehr freundlich und offen, wie ich bereits erwähnt habe.

Und dann, auf dem Weg nach Hause, habe ich ein Gespräch mit dem Maestro und dem Pianist von Collegium musicum und Motet Choir der TU Chemnitz geführt. Sie sagten mir, Herr Barroso sei zu ihnen gekommen und hätte sich für die Musik bedankt. (Ich habe mich natürlich auch für die Musik bedankt). Solche Gesten sind immer ein Teil einer Person. Es war nicht notwendig, es war nicht vorgeschrieben, aber es ist eben eine normale, menschliche Geste.

Am Ende des Tages dachte ich über die gleiche Frage nach: Was für eine Person ist Herr Barroso?
Ich denke, er und sein Team sind Leute, die wir brauchen, um ein besseres Europa zu formen.

Kommunikation ist eine grundlegende Sache und Herr Barroso und mein Vater sagten einmal: Wir haben heute Möglichkeiten wie nie zuvor. Wir können arbeiten und leben wo wir wollen, wir sind frei und es hängt von uns ab, wie wir unser Leben gestalten.

Kurz zusammengefasst: Diese Ideen und Gedanken wurden bereits in unseren Diskussionen geäußert. Die Weltanschauung von unseren Gästen ist sehr ähnlich zur Weltanschauung von Herr Barroso. Das ist wichtig. Wenn Bürger und Politiker offen, demokratisch und interessiert sind Neues kennenzulernen, dann sind wir auf dem richtigen Weg. Auf einem sehr guten Weg! Und jedes Volk sollte an der internen und externen Kommunikation arbeiten. Dann werden die kleinen Länder ein starker, selbstbewusster Partner und die großen Länder werden ein verantwortungsvoller und offener Partner. Wenn wir innerhalb der Union besser zusammenarbeiten, werden wir uns besser verstehen, nicht nur auf der politischen Ebene, sondern auch im Alltag, persönlich.

Also bitte lernt Euch besser kennen und geht wählen!


PS: Vielen Dank an Herrn Steinebach, Pressesprecher der TU Chemnitz.


FORUM:
:: José Manuel Barroso is Mr. Europa
:: José Manuel Barroso ist Mr. Europa
:: José Manuel Barroso jest Mr. Europa
:: Что Вы за человек, г-н Баррозу



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Mehr darüber:
[deutsch] TU Chemnitz


"José Manuel Barroso ist Mr. Europa" - Technische Universität Chemnitz hat die Ehrendoktorwürde an den Präsidenten der Europäischen Kommission verliehen


"José Manuel Barroso is Mr. Europa" - Technische Universität Chemnitz (Chemnitz University of Technology) had honoured the President of the European Commission


"José Manuel Barroso jest Panem Europa" - Technische Universität Chemnitz (Politechnika w Chemnitz) uhonorowala tytulem doktora Prezydenta Komisji Europejskiej


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Mehr Fotos in unserer Bildergalerie

José Manuel Barroso

























Prof. Dr. Bernhard Nauck, José Manuel Barroso, Rektor Prof. Dr. Klaus-Jürgen Matthes

























Rektor Prof. Dr. Klaus-Jürgen Matthes, José Manuel Barroso, Juniorprofessorin Dr. Teresa Pinheiro

























José Manuel Barroso und Teilnehmer des Kongresses "Ideas of / for Europe"























José Manuel Barroso und Anna Brakoniecka, Gründerin des Portals Scholar-online























Fotos: Mario Steinebach, Christine Kornack, Anna Brakoniecka
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Boryana
24-07-2010 17:25
Be Lovefool is a very nice idea! I liked the book and I will participa in the summer campain for lovefools Smile

Helena
13-06-2010 18:59
Anna, this is a great project! You are a truely interesting and creative person! Don't stop integrationg Europe!

Peter
07-06-2010 21:51
Ich beneide Scholar Online, da das Team stets so viel erlebt! Ihr seid überall! Weiter so! Verunsichere Europa!

BK
22-05-2010 17:51
Flutwelle in Mittel- und Osteuropa. Mein Mitleid für alle Betroffenen aus Tcheschien, Polen und anderen Ländern!

Jule
15-05-2010 18:27
Polen und Russen setzten den Versöhnungskurs bei der 65. Siegesparade in Moskau fort. Scholar fördert die europäische Freundschaft. Mach weiter so!

Marie
14-04-2010 18:17
10th April Smoleńsk was tragic. But much more tragic is what is happening in Poland right now. RIP was yesterday. Now, it's fight club!

Luise
11-04-2010 23:17
Lech Kaczynski wird uns auch in Deutschland fehlen. Der tödlich verunglückte Präsident war mehr als die eine Hälfte eines Zwillingsduos an Polens Spitze.

Chrissi
11-04-2010 12:27
I'm sending my love, prayers, and DEEPEST sympathies to the people of Poland. May God be with you through this tragic time.

Peter
10-04-2010 20:11
Es wird vermutet, dass das Flugzeug von Kaczynski beim Landeanflug im dichten Nebel Baumkronen gestreift hatte. Mein Beileid an Polen.

Tom
10-04-2010 18:23
Polish president killed in plane crash in Russia..... This is just tragic. My prayers go out to the entire country.

alan
10-04-2010 17:09
ich bin kein Fanatiker der PIS, dennoch der Zusammenhang mit Katyn ist schockierend für mich.

Yaro
10-04-2010 16:47
President Lech Kaczynski wanted to revisit the past. He did it unwillingly. I am sorry for Poland for loss of the President and much of the nation's ruling elite.

Joline
10-04-2010 16:45
Tragedy in Russia: President of Poland and many important politics are dead in plane crush. Poland, we pray with you!

CLX
10-04-2010 13:04
I still can't belive. Polish president Lech Kaczynski and other important people died in crush plane near Smolensk. It's Polish tragedy.

Raik
10-04-2010 12:56
#RIPLechKaczynski My condolences for families of Lech Kaczynski and other victims of the plane crash near Smolensk, Russia. Poland, we pray with you!

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