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Interview mit Amalia ANGELLINNI: "Lovefool" - Mindestens so gut wie Twilight
:: deutsch, :: polski, :: English, :: français


Amalia hat sich bei uns gemeldet, weil ihr die Idee unseres Projektes gefällt. Und uns gefällt ihr Buch „Lovefool“. Wir fördern junge, europäische Talente, soweit wir können.

Vor der Buchpremiere habe ich mit Amalia über das Buch, ihre Einstellung zum Leben, Europa und die besondere Faszination, die Polen auf sie ausübt, geredet.




Anna Brakoniecka (AB): Amalia, du studierst Kulturwissenschaft? Warum?

Amalia: Die Kulturen haben mich schon immer interessiert. Mich machte neugierig, auf welche Weise und warum manche Elemente der europäischen Kultur durch alle europäischen Länder angenommen wurden und manche sich nur lokal entwickelt haben. Ein Kennwort für Europa lautet „Verbindung der Vielfalt“, denn in dieser Vielfalt steckt unsere Kraft. Gleichzeitig hat diese Vielfalt eine gewisse Grundlage, z. B. in der Kultur des antiken Roms. Rom hat viele Traditionen vom antiken Griechenland übernommen und in Europa weiterentwickelt, adoptiert und propagiert. Später, in der Renaissance, sind diese Werte und die italienische Kultur in ganz Europa wieder aufgeblüht. Es fasziniert mich sehr und macht mich stolz, dass ich Italienerin bin. Gleichzeitig halte ich mich für eine Europäerin, weil ich nicht in einer hermetischen Umwelt lebe, sondern ich kann das ganze Europa kennen lernen, ich bin eine Europabürgerin. Ich will das kennen lernen, was ich noch nicht kenne und die Kultur, die Literatur und die Wurzeln dessen, was die Grundlage des heutigen Europa geschaffen hat, aufs Neue entdecken.



AB: Und was fehlt dir an Europa?

Amalia: Verständnis und Kommunikation. Wir haben zu viel alte Stereotypen. Als Italienerin werde ich als Spaghettifresser angesehen oder als jemand, der sich mit der sizilianischen Mafia auskennt. Pasta gehört zu meinen Lieblingsgerichten, aber mit der Mafia habe ich genauso viel zu tun, wie der durchschnittliche Russe mit der russischen Mafia. Als ich erklärte, dass ich nach Polen gehe, hatten meine wiederum Freunde Angst, dass mich jemand überfällt, bestiehlt und reinlegt. Die Polen sind Schlauköpfe. Aber mein Opa, der Warschauer, war kein Schlaukopf. Eben der Opa hat mir eine Anschauung eingeprägt, dass man den Menschen, solange man ihn nicht kennt, nicht in Stereotypen betrachten soll. Die Menschen, die neugierig auf die Welt und andere Leuten sind, versuchen erst sich mit der Situation vertraut zu machen, sie sind offen gegenüber der Welt. Einfache Menschen haben ihre eigene Meinung auch ohne sich mit dem anderen Standpunkt bekannt zu machen. Die Stereotypen sind gut für die Halbgebildeten.

Aus diesem Grund gefällt mir euer Projekt, eure Mission so sehr. Die Kommunikation ist eine Basis und für mich bedeutet Kommunikation die Offenheit gegenüber der Welt und den Menschen.



AB: Du hast deinen Opa erwähnt...

Amalia: Ja, der Opa war wahrscheinlich die wichtigste Person in meinem Leben. Er hat mir die Romane von Sienkiewicz, von Quo Vadis bis zur Trilogie vorgelesen. Ich hatte die Polen liebgewonnen bevor ich einen Fuß auf polnischen Boden setzte. Für mich waren alle Polen Skrzetuski und Wolodyjowski(der erste Hauptprotagonist von „Mit Feuer und Schwert“ der zweite von „Oberst Wołodyjowski“) - edel und ritterlich.

(Trilogie - verfilmt von Jerzy Hoffman bestehend aus:
• Ogniem i mieczem (Mit Feuer und Schwert; 1884); thematisiert den Aufstand in der Ukraine unter Chmelnyzkyj gegen die Polnisch-Litauische Herrschaft
• Potop (Die Sintflut; 1886), thematisiert den Zweiten Nordischen Krieg
• Pan Wołodyjowski (Oberst Wołodyjowski; 1888); thematisiert den Osmanisch-Polnischen Krieg 1672–1676 (siehe: Islam in Polen, Michał Korybut Wisnowiecki und Jerzy Wołodyjowski) * [KK nach Wikipedia]




AB: Du beschreibst Polen im deinen ersten Buch.

Amalia: Die Geschichten meines Opas über Polen und das Kennenlernen dieses Landes waren der Grund, dass die Handlung meines ersten Romans in Warschau stattfindet. Warschau hat mir gut gefallen, es ändert sich hier viel. Der Opa erzählte, dass die Stadt nach dem Krieg komplett in Trümmern lag, aber die Menschen haben mit ihren eigenen Händen, Ziegelstein auf Ziegelstein, „ihr Warschau“ wiederaufgebaut. Man kann es heute nicht fassen, dass dort vor 60 Jahren nur Ruinen standen. Warschau ist auch eine Verbeugung vor meinem Opa. Er spornte mich oft an, meine Gedanken und Emotionen aufzuschreiben. Ich verdanke ihm meine Offenheit für andere Kulturen und die Literatur.



AB: Du hast dein erstes Buch „Lovefool” betitelt, was so viel wie "Ein Idiot in der Liebe". Warum?

Amalia: Es gibt ein Lied von der Band "The Cardigans", wo die Sängerin singt ”Say that you love me” (Sage, dass Du mich liebst). Ich denke, dass jeder geliebt sein möchte und solche Liebe wie es sie in den Romanen, Filmen und Erzählungen gibt, erleben will. Ich habe davon seit meiner Kindheit geträumt. Auf unserem Weg treffen wir kleinere und größere Lieben. Manchmal auch die einzigen, wahren. Meine Großeltern waren wirklich bis zum Tod ineinander verliebt. Ich will eben solche Liebe finden. Es ist möglich, obwohl ich mich doch manchmal wie ein „Idiot in der Liebe“ fühle.

Die Hauptfiguren, Emilia (Mia) und Julian und deren Freund Sebastian, erleben Höhen und Zusammenbrüche, sie zweifeln, glauben, hoffen und verlieren die Hoffnung, aber am Ende kämpfen sie um die Liebe. Und das ist wahrscheinlich der Sinn des Lebens: darum kämpfen, was für uns wichtig ist, was wir lieben.



AB: Eine der Hauptfiguren ist kein gewöhnlicher Mensch. Dadurch gehört dein Roman zur in der letzten Zeit sehr populären literarischen Form, die zwar auf die Wirklichkeit gestützt ist, aber auch fantastische Elemente enthält.

Amalia: Ja, das stimmt. Ich wollte, dass meine Hauptfigur etwas Besonderes ist. Gleichzeitig wollte ich das „Interview mit einem Vampir” nicht vervielfältigen, sondern das zeigen, worüber ich schon mehrmals nachgedacht habe. Ich habe Julian nicht geschaffen, er war einfach im meinen Herzen und stellte sich mir alleine vor, so wie die Rose dem Kleinen Prinzen. Julian ist Etwas, was man mit der menschlichen Sprache nicht beschreiben kann. Er besitzt viele übernatürliche Fähigkeiten und bleibt dabei ein Schüler. Er versucht immer die Welt, die ihn umgibt, kennen zu lernen. Das ist auch die Idee, die ich in Scholar sehe: wir lernen das ganze Leben lang, unabhängig davon, wie viel wir erleben dürfen.



AB: Eine kurze Zusammenfassung: Empfiehl in zwei Sätzen das Lesen deines Buches.

Amalia: Ich denke, dass jeder, dem „Twilight” von Stephanie Meyer gefallen hat, den ersten Teil meines Romans „Lovefool” gerne lesen würde. Es ist eine Geschichte über die Liebe, die so typisch untypisch ist, dass jeder in ihr einen Teil seiner selbst, seiner Träume und Sehnsüchte finden kann. Ich möchte, dass ihr euch mit Emilia, Julian und Sebastian anfreundet, wie ich es gemacht habe.





Du unterstützt das Projekt Scholar Europa, indem du das Buch „Lovefool“ kaufst.


Wenn ihr irgendwelche Fragen an Amalia habt, schreibt an ihre Scholar Europa - Adresse:
lovefool @ scholar-online.eu


:: Home: Amalia ANGELLINNI "Lovefool"
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Boryana
24-07-2010 17:25
Be Lovefool is a very nice idea! I liked the book and I will participa in the summer campain for lovefools Smile

Helena
13-06-2010 18:59
Anna, this is a great project! You are a truely interesting and creative person! Don't stop integrationg Europe!

Peter
07-06-2010 21:51
Ich beneide Scholar Online, da das Team stets so viel erlebt! Ihr seid überall! Weiter so! Verunsichere Europa!

BK
22-05-2010 17:51
Flutwelle in Mittel- und Osteuropa. Mein Mitleid für alle Betroffenen aus Tcheschien, Polen und anderen Ländern!

Jule
15-05-2010 18:27
Polen und Russen setzten den Versöhnungskurs bei der 65. Siegesparade in Moskau fort. Scholar fördert die europäische Freundschaft. Mach weiter so!

Marie
14-04-2010 18:17
10th April Smoleńsk was tragic. But much more tragic is what is happening in Poland right now. RIP was yesterday. Now, it's fight club!

Luise
11-04-2010 23:17
Lech Kaczynski wird uns auch in Deutschland fehlen. Der tödlich verunglückte Präsident war mehr als die eine Hälfte eines Zwillingsduos an Polens Spitze.

Chrissi
11-04-2010 12:27
I'm sending my love, prayers, and DEEPEST sympathies to the people of Poland. May God be with you through this tragic time.

Peter
10-04-2010 20:11
Es wird vermutet, dass das Flugzeug von Kaczynski beim Landeanflug im dichten Nebel Baumkronen gestreift hatte. Mein Beileid an Polen.

Tom
10-04-2010 18:23
Polish president killed in plane crash in Russia..... This is just tragic. My prayers go out to the entire country.

alan
10-04-2010 17:09
ich bin kein Fanatiker der PIS, dennoch der Zusammenhang mit Katyn ist schockierend für mich.

Yaro
10-04-2010 16:47
President Lech Kaczynski wanted to revisit the past. He did it unwillingly. I am sorry for Poland for loss of the President and much of the nation's ruling elite.

Joline
10-04-2010 16:45
Tragedy in Russia: President of Poland and many important politics are dead in plane crush. Poland, we pray with you!

CLX
10-04-2010 13:04
I still can't belive. Polish president Lech Kaczynski and other important people died in crush plane near Smolensk. It's Polish tragedy.

Raik
10-04-2010 12:56
#RIPLechKaczynski My condolences for families of Lech Kaczynski and other victims of the plane crash near Smolensk, Russia. Poland, we pray with you!

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