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Amalia Angellinni - "Ein Narr (in) der Liebe" #2 RING OF FIRE |
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:: Home: Amalia ANGELLINNI "Lovefool"
#2 RING OF FIRE
Es war eine sehr dunkle Nacht. Der Mond versteckte sich hinter den Wolken und die Sterne waren auch nicht zu sehen. Es war so düster, dass es nicht möglich war, irgendetwas zu sehen. Einige Gestalten sammelten sich in einem perfekten Kreis und warteten stumm darauf, dass etwas passierte. Es war zu finster um zu sagen, wo es war, auf einer offenen Landschaft oder nur in einem Garten hinter einem Haus. Es war jedoch sicher, dass diese Gestalten im Freien standen. Eines der Wesen klatschte zweimal in die Hände und plötzlich erschien in der Mitte des Kreises aus dem Nichts Feuer. Jetzt konnte man einige Gesichter erahnen, die unter Kapuzen von weißen Tuniken versteckt waren. Es war immer noch sehr dunkel und es war unmöglich, jemanden zu erkennen. Es gab 30, vielleicht 40 Gestalten, die den Kreis bildeten und sie konzentrierten sich darauf, was in der Mitte passierte.
Die Gestalt eines sehr alten Mannes mit weißem Haar und zitternden Händen schaute zum Himmel. Er stand nahe der Mitte des Kreises, neben dem Feuer. Plötzlich bildete sich eine Feuerkugel aus der Feuerzunge. Der alte Mann bückte sich und nahm etwas Erde in die Hände, dann zerstreute er diese über der Kugel aus Feuer. Die Struktur der Kugel änderte sich und sie wurde stabil und fest. Sie sah wie eine Miniatur des Planeten aus, wenn dieser nur aus Erde bestände. Der alte Mann streckte seine Hände aus und aus dem Nichts erschien ein Fläschchen. Er öffnete es und fünf Tropfen Wasser kamen heraus. Sie tropften direkt auf die feste Kugel und vermischten sich mit der Erde. Jeder konnte sehen, wie der Ball seine Gestalt veränderte und sich auf der Miniatur Ozeane und Kontinenten bildeten. Dann fing der alte Mann mit einer schnellen Bewegung seiner Hand etwas Luft und lenkte den Wind auf die Kugel über dem Feuer. Jetzt fing der kleine Globus an zu rotieren. Alle schauten leise und gebannt diesem Ritual zu. Der alte Mann beugte sich ein wenig vor, um besser zu sehen, was auf dem kleinen Globus passierte. Die anderen blieben versteckt unter ihren weißen Tuniken stehen.
„Brüder und Schwestern“ flüsterte der alte Mann und konzentrierte sich weiter auf den Globus. „Es wird einen großen Krieg geben und er wird die Menschheit viel schwächer machen, als je zuvor. Es wird ein Meer von Blut und Leiden geben. Es wird eine Leere geben und Träume werden zerstört. Am Ende von Zerstörung und Massenmorden wird sich die Menschheit erholen und wie Phönix aus der Asche auferstehen. Und dann wird ein Junge zur Welt kommen, der uns einen Schritt weiter zu dem bringt, wonach wir suchen.“
Alle starrten weiter auf den alten Mann. Sie beobachteten ihn sehr aufmerksam und lauschten mit höchster Aufmerksamkeit jedem seiner Worte.
„Es wird in einem Land zwischen Russland und Deutschland passieren.“ erzählte der Alte weiter und versuchte, alles auf dem kleinen Globus noch besser zu verfolgen. „Wer möchte einem alten Mann helfen, die Zeichen zu deuten?“
Nachdem die Frage gestellt wurde, löste sich eine Person aus dem Kreis und näherte sich dem alten Mann.
„Julian, vielen Dank. Schau hier.“ Der Alte zeigte mit zitterndem Finger auf eine Stelle auf dem kleinen Globus. Julians Gesicht konnte man jetzt besser sehen, da er sich über die faszinierende Kreation aus Feuer, Erde, Wasser und Luft beugte. Julian wirkte ziemlich jung. Jeder Mensch würde ihn auf ungefähr 20, vielleicht 25 Jahre schätzen. Er hatte saphirblaue Augen und kurze Haare, durch die der Wind wehte. Er war größer als der alte Mann und musste sich noch weiter beugen, um besser zu sehen, worauf der Alte deutete.
„Es ist eine Stadt, die komplett zerstört aber nach dem Krieg durch menschliche Hände wieder aufgebaut wird und sie bleibt Hauptstadt nach dem Krieg.“
Julian schaute auf den Globus und sah eine kleine Stadt, die mit allen Mitteln zerstört wurde. Es gab Flugzeuge, die Bomben abwarfen, es gab Soldaten, die Granaten warfen, es gab überall Feuer und Leiden. Diese Bilder sahen wie ein Film aus, oder wie ein kleines lebendiges Modell einer Stadt.
„Es ist Warschau. Es muss Warschau sein.“ sagte Julian ohne Zweifel.
„Polen?“ der alte Mann blieb für einen kurzen Moment still und fügte dann hinzu:
„Osteuropa wird nicht nur für die Menschen eine große Rolle spielen. Macht es dir etwas aus, wenn du diese Aufgabe übernimmst?“ fragte der alte Mann und legte seine Hand auf Julians Schulter.
„Ich werde dort sein.“ antwortete Julian mit Überzeugung.
„Gut, aber du brauchst dich nicht zu beeilen. Du hast noch einige Jahre Zeit, bis das alles passiert und wenn du willst, kannst du hier bleiben bis der Krieg beendet ist.“ der Alte lächelte freundlich. Dann rotierte die winzige Kugel schneller und schneller und explodierte. Der Knall war winzig, und die Erde und die Teile aus Luft mit Wasser fielen in die Feuerflamme und löschten das Feuer. Nun war die Nacht wieder sehr dunkel und es war unmöglich, irgendetwas zu sehen.
:: Kapitel #1
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:: Kapitel #6
:: Kapitel #7
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