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Ich bin ein Europäer und bin stolz darauf.
Die Quelltexte (Kommentare) könnt Ihr hier finden.

:: Polski, :: Deutsch, :: English, :: Français, :: Русский

Ich bin ein Europäer und bin stolz darauf.

Den Geruch frischer Orangen habe ich sehr lange mit Weihnachten assoziiert. Genau zu dieser Zeit roch unsere Wohnung danach, in den alten, kommunistischen Zeiten. Zumindest habe ich das so in meiner Erinnerung behalten. Jetzt kann ich Orangen jederzeit in fast jedem Laden kaufen. Mehr sogar, ich kann jetzt in einem Zug einsteigen und einfach überall hinfahren: nach Spanien wegen der Orangen, nach Großbritannien zum Konzert von Madonna, nach Griechenland zur Akropolis oder nach Litauen, auf den Spuren des polnischen Literaturmeisters. Ich bin mobil – ohne mein Ziel zu beachten, ohne vorherige Anmeldung, einfach innerhalb der EU und innerhalb der Grenzen der guten Sitten. Natürlich gilt das für jeden Europäer, Bürger der EU.

Außerdem kann ich viele Artikel aus ganz Europa in den Läden kaufen, die Zeitungen und Zeitschriften aus der ganzen Welt lesen und mit den Leuten befreundet sein, mit denen ich befreundet sein will, auch wenn sie nicht aus Polen kommen. Vor einigen Jahren war das genau DER Traum der damaligen Generation und heute ist es bereits zum Alltag geworden.

Früher hörte man den Sender „Freies Europa” (verboten vor dem Jahr 1989), jetzt versteckt sich keiner in einer Ecke, um die Gedanken der Opposition anzuhören. Jetzt kann jeder seine eigene Meinung veröffentlichen, in einer Zeitung, in einem Internetforum, in einer TV-Show. Die einzigen Barrieren, die noch geblieben sind, sind die Sprachbarrieren.

Natürlich soll jeder eigene Traditionen, eigene Bräuche und den eigenen Stil pflegen. Ich unterstütze das sogar. Jeder soll die eigene Herkunft kennen, die Geschichte des Geburtslandes lernen. Jeder soll auch in die Zukunft schauen, strategische Bündnisse eingehen, mit anderen zusammenzuarbeiten. Wie die Kinder im Kindergarten. Sie lernen sich kennen, sie befreunden sich im Laufe der Jahre, dann sind sie wie eine Familie. Ich versuche niemanden zu meinen –einzig guten- Gedanken zu überreden. Ich werde nicht gezwungen, die Ansichten anderer anzunehmen nur deswegen, weil ich in Deutschland wohne. Genauso sehe ich das auf einer Makro-Skala mit den verschiedenen Ländern. Sie lernen sich kennen, befreunden sich und trotz einer Freundschaft bleibt jeder Staat mit eigenem sozialem und gesellschaftlichem Gepäck da.

Was bedeutet es heute für Dich, ein Europäer zu sein?

Brauchen wir noch die Stichwörter wie Polen für die Polen! Deutschland für die Deutschen! Europa für die Europäer?

Cogito ergo sum (Ich denke, also bin ich). Teile Deine Meinung mit uns! Füge Deinen Standpunkt ein!

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Kommentare
#1 | Brakoniecka Anna am 21-02-2009 23:52
Die bisherigen Kommentare aus Polen:

PL:
#1 | Iza am 21.02.2009 17:11

Die Seite ist sehr übersichtlich, eindeutig augen- und user-freundlich... Wenn jemand das (Zer-) Brechen der Grenzen als Ziel hat, sollte er vielleicht auch darüber nachdenken, einen Bereich "Finde Deinen Tandem-Partner mit uns" einzuführen. Schließlich kann eine Kommunikation nicht nur persönlich, sondern auch durch die Korrespondenz erfolgen... Ich gratuliere und wünsche alles Gute.


PL:
#2 | Dora am 21.02.2009 21:42

In der ersten Linie bin ich eine Polin, erst dann ein Europäer. Das wird sich nicht ändern. Auch, wenn ich in Groß-Britannien wohne.


PL:
#3 | IKARII_84 am 21.02.2009 23:38

Die Idee ist OK. Durch Reisen lernt man immer dazu. Angeblich. Mal sehen, wohin ich mit Euch komme, wen ich kennenlerne, was ich noch kennenlernen werde... Viel Erfolg

Und was denkt Ihr?
#2 | Brakoniecka Anna am 22-02-2009 19:42
PL:
#4 | Allie am 22.02.2009 18:43

Ein Europäer zu sein... das klingt so stolz, sogar für die Amerikaner. Ich wohne in den USA und habe bemerkt, dass die Europäer mit Respekt behandelt werden. Europa ist wie ein großes vereinigtes Land, das ein Diskussions- und Wettbewerbspartner für die USA ist. Am besten wäre es, wenn es allgemein keine Grenzen gäbe, keine Staats- und Sprachbarrieren, so wie im Lied von John Lennon „Imagine“...


PL:
#5 | IKARII_84 am 22.02.2009 19:30

Allie stimme ich teilweise zu, vorwiegend im ersten Teil. Sonst ist das eine Utopie. Es geht nicht, vor allem für die Regierenden, die Grenzen zu reduzieren. Aber träumen kann man immer, manchmal werden Träume wahr. Als Beispiel gilt Robert Kubica und andere Tausende Menschen. Grüße
#3 | Brakoniecka Anna am 22-02-2009 21:30
PL:
#6 | Janusz am 22.02.2009 19:59

Ich bitte einen kleinen Tippfehler zu korrigieren.

Das Beispiel mit den Orangen in den kommunistischen Zeiten höre ich oft, aber ich zweifle, ob ein durchschnittlicher Europäer von der anderen Seite der „Eisernen Grenze” das verstehen kann. Ich denke, dass die Sprachbarrieren das kleinste Problem darstellen. Eine Sprache kann man erlernen, aber um ein Europäer zu sein muss man die Kulturbarrieren, eigene Phobien und Vorurteile überwinden, die am eigenen Geburts- oder Aufenthaltsort gebunden sind.

Was soll man machen, um sich wegen „ein Pole zu sein“ in London nicht schämen zu müssen? Oder um stolz zu sein, wenn man einen Dialekt (z. B. aus Krakau) spricht?


PL:
#7 | Janusz am 22.02.2009 20:02

Es wäre nicht schlecht, wenn man eigene Einträge editieren könnte. Ich habe das kleinste Problem geschrieben und meinte dabei nicht das wichtigste Problem.

Entschuldige, dass ich so unkonzentriert schreibe. Smile


PL.
#8 | Anna Brakoniecka am 22.02.2009 20:59

Danke für den Tipp, Janusz. Ich habe es bereits korrigiert.

Was die Edition eigener Einträge betrifft, dann ist die möglich, vorausgesetzt die Kommentare stammen von einem registrierten Nutzer.

Das Beispiel mit Orangen ist mein Beispiel. Ich bin eben auf der Seite der „Eisernen Grenze” geboren und solche Assoziationen habe ich. Interessant, wie viele meine Bekannte aus den neuen Bundesländern ähnliche Assoziationen hat.

Ich denke, dass die Sprachbarrieren die wichtigsten sind. Erst dann, wenn die Menschen sich gemeinsam verständigen können, miteinander kommunizieren können, kann man auch die anderen Barrieren (z. B. kulturbezogene Barrieren) überwinden.

Und wenn jemand sich wegen seiner Herkunft schämt und verschlossen ist, dann hilft ihm in seiner Kommunikation nicht einmal die Beherrschung aller Sprachen der Welt, um sich mit der Welt verständigen zu können.

Entschuldige Dich nicht für solche kleinen Tippfehler, schreibe weiter!
#4 | Rita am 22-02-2009 21:33
ich mag es, eine Europäerin zu sein. aber mein Zuhause wird immer Deutschland bleiben, da bin ich geboren und habe meine Familie. ausserdem ist es für mich am leichtesten, mich in deutsch zu verständigen. trotzdem kann jeder selbst was gegen die Sprachbarrieren tun und Sprachen lernen. die Möglichkeit dazu hat jeder. es werden viele Sprachlernprogramme und Sprachkurse angeboten. man muss eben fleißig und konsequent bleiben. und wie sagt man immer so schön, mit jeder weiteren Sprache wird es leichter ... ich hoffe immer noch auf diesen Effekt Wink aber da ich gerne reise und nicht voraussetze, dass das Gastland meine Sprache spricht, versuche ich wenigstens die Begrüßung in der entsprechenden Sprache zu lernen. schon das allein öffnet viele Türen ...
#5 | Brakoniecka Anna am 22-02-2009 22:46
PL:
#10 | IKARII_84 am 22.02.2009 22:41

Hr. Janusz, ich gratuliere - Sie haben ins Schwarze getroffen. Sie haben Recht, man kann sich immer verständigen - auch mit Händen und Füßen. Aber die Vorurteile und Phobien sind viel schlimmer.
Mir gefällt die Einstellung von Rita, die offen gegenüber den anderen ist.
#6 | Uebersetzer am 22-02-2009 23:27
PL:
#11 | Paweł am 22.02.2009 22:45

Die Seite ist cool, ob die Idee auch ins Schwarze trifft - mal sehen, in den heutigen Zeiten ist es manchmal schwer, optimistisch zu bleiben :-).....Grüße, die Seite ist übersichtlich und ich denke, die wird schon allgemein gefallen.


PL:
#12 | Anna Brakoniecka am 22.02.2009 23:29

Optimismus ist immer Gold wert. Wir alle können mehr Selbstbewusstsein und mehr Optimismus gebrauchen. Danke.
#7 | Butterblume am 23-02-2009 20:11
Ich finde den Spruch "Polen für die Polen! Deutschland für die Deutschen! Europa für die Europäer!" witzig und so passend zu unseren mentalen Beschränkungen.
#8 | Monty Python am 23-02-2009 20:22
Ein bisschen enger zusammenzuarbeiten auf der Europäischen Ebene ist eine sehr gute Idee und sollte gefördert werden. Viel Erfolg!

Die Rubrik "Die Daumen drücken" finde ich niedlich und nützlich zu gleich. Die Idee mit dem Tandem (Kurs? Austausch?) ist besonders hervorragend. Das Portal scheint ein exzellentes Beispiel für eine interkulturelle Kommunikation.
#9 | Uebersetzer am 23-02-2009 21:08
PL:
#13 | Monika am 23.02.2009 20:28

Und das alles wird wirklich ins Deutsche übersetzt??


PL:
#15 | IKARII_84 am 23.02.2009 21:38

Aber zur Kommunikation werden Menschen gebraucht, die offen und dialogfreudig sind. Nur die Daumen zu drücken reicht nicht aus, man soll ab und zu was sagen, sich äußern. Einfach eine Spur eigener Anwesenheit verlassen.


PL:
#16 | Anna Brakoniecka am 23.02.2009 21:59

Ja, selbstverständlich Monika, die übersetzten Kommentare findest Du hier:
http://www.scholar-online.eu/viewpage.php?page_id=23

Ein Hinweis: für die D -> PL Übersetzungen schaue bitte die folgende Seite an:
http://www.scholar-online.pl/viewpage.php?page_id=25


PL:
#17 | B. am 23.02.2009 22:51

Die Seite ist schön und mit Geschmack. Gut für die Augen, die Inhalte sind sehr übersichtlich plaziert. Was die Inhalte selbst betrifft: bisher gefällt's mir. Und wie sehen das die anderen?
#10 | Micha am 24-02-2009 16:06
Bis Europa vereinheitlicht wird, dauert es noch lange. Bis dahin sollte man solche Kommunikation fördern, das wird aber nicht so einfach sein. Viel Erfolg trotzdem!
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Boryana
24-07-2010 17:25
Be Lovefool is a very nice idea! I liked the book and I will participa in the summer campain for lovefools Smile

Helena
13-06-2010 18:59
Anna, this is a great project! You are a truely interesting and creative person! Don't stop integrationg Europe!

Peter
07-06-2010 21:51
Ich beneide Scholar Online, da das Team stets so viel erlebt! Ihr seid überall! Weiter so! Verunsichere Europa!

BK
22-05-2010 17:51
Flutwelle in Mittel- und Osteuropa. Mein Mitleid für alle Betroffenen aus Tcheschien, Polen und anderen Ländern!

Jule
15-05-2010 18:27
Polen und Russen setzten den Versöhnungskurs bei der 65. Siegesparade in Moskau fort. Scholar fördert die europäische Freundschaft. Mach weiter so!

Marie
14-04-2010 18:17
10th April Smoleńsk was tragic. But much more tragic is what is happening in Poland right now. RIP was yesterday. Now, it's fight club!

Luise
11-04-2010 23:17
Lech Kaczynski wird uns auch in Deutschland fehlen. Der tödlich verunglückte Präsident war mehr als die eine Hälfte eines Zwillingsduos an Polens Spitze.

Chrissi
11-04-2010 12:27
I'm sending my love, prayers, and DEEPEST sympathies to the people of Poland. May God be with you through this tragic time.

Peter
10-04-2010 20:11
Es wird vermutet, dass das Flugzeug von Kaczynski beim Landeanflug im dichten Nebel Baumkronen gestreift hatte. Mein Beileid an Polen.

Tom
10-04-2010 18:23
Polish president killed in plane crash in Russia..... This is just tragic. My prayers go out to the entire country.

alan
10-04-2010 17:09
ich bin kein Fanatiker der PIS, dennoch der Zusammenhang mit Katyn ist schockierend für mich.

Yaro
10-04-2010 16:47
President Lech Kaczynski wanted to revisit the past. He did it unwillingly. I am sorry for Poland for loss of the President and much of the nation's ruling elite.

Joline
10-04-2010 16:45
Tragedy in Russia: President of Poland and many important politics are dead in plane crush. Poland, we pray with you!

CLX
10-04-2010 13:04
I still can't belive. Polish president Lech Kaczynski and other important people died in crush plane near Smolensk. It's Polish tragedy.

Raik
10-04-2010 12:56
#RIPLechKaczynski My condolences for families of Lech Kaczynski and other victims of the plane crash near Smolensk, Russia. Poland, we pray with you!

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