Stell Dir vor, dass die Welt eine Straße ist. Auf dieser Straße sind ein paar Mehrfamilienhäuser gebaut. Jedes Haus ist ein Kontinent. Europa ist also eins der sieben Häuser. Nicht zu groß, nicht zu klein. Groß genug um so viele Wohnungen zu haben, wie es Staaten in Europa gibt. Und jeder Staat ist eine Familie.
Wir zogen schon vor langer, langer Zeit ein. Natürlich gab es von Anfang an einige Streitigkeiten zwischen den Nachbarn. Es wurden Wohnungen überflutet (z. B. die schwedische Flut), manchmal wurden einige aus ihren Wohnungen raus geworfen (z. B. beide Weltkriege). Insgesamt ist die Bilanz jedoch positiv. Manchmal besuchten wir uns gegenseitig zum Tratschen und zum Tee trinken (meistens waren es die Könige und Prinzen vom Mittelalter bis zur Aufklärung) und wir versuchten mit einer zwischennachbarliche Strategie für Ruhe und Ordnung zu sorgen. Wir haben uns manchmal gegenseitig Geld geliehen oder teilten miteinander unsere Entdeckungen (Bsp. Verlauf der industriellen Revolution). Seit einigen Jahren versuchen wir uns wirklich gut zu verstehen – wir pflanzen sogar gemeinsam Blumen auf unseren Balkons im Geist der Ökologie. Inzwischen brauchen wir uns gar nicht mehr persönlich zu besuchen, da wir anrufen können (da gibt’s wirklich günstige Pakete!) oder eine E-Mail senden.
Einige von uns haben sogar eine Union geschlossen. Ab und zu übernimmt einer der Nachbarn die Führung und versucht die anderen auf den Nachbartreffen zu motivieren und sagt, was gemacht werden soll.
Und jetzt die Aufgabe für Dich:
Stell Dir vor, Du willst einen Nachbarn als Gast einladen. Natürlich sollte man sich von der besten Seite präsentieren, nach dem Motto „Gast im Haus – Gott im Haus“ (poln. Sprichwort) und diese Zeit soll auch schön sein. Aber so einfach ist das nicht. Was würdest Du dem Gast anbieten? Einige geschichtliche Erzählungen? Etwas Spezielles aus Deiner Küche? Welche Zimmer würdest Du zeigen und warum? Was würdest Du unter den Teppich kehren oder im Keller verstecken? Würden alle Deine Mitbewohner, Deine ganze Familie dabei sein?
Und wenn Du eingeladen wärst? Wie stellst Du Dir das vor? Was erwartest Du von Deinen Nachbarn? Worauf achtest Du? Auf die familiäre Situation? Auf die Selbstverwirklichung der Nachbarin? Oder schaust Du doch die Mitbringsel von den weiten Reisen an? Welche Ratschläge würdest Du Deinen Nachbarn geben?
Cogito ergo sum (Ich denke, also bin ich). Teile Deine Meinung mit uns! Füge Deinen Standpunkt ein!
PoTomek erinnert mich den ganzen Tag, dass die Rote Armee vor 65 Jahren in die Stadt Warschau kam, nach dem sie ein halbes Jahr lang nur an der anderen Ufer nutzlos und bloß standen und nur zugeschaut haben, wie die Polen (dabei auch polnische Juden, die noch den Aufstand im Ghetto überlebten) in Warschau massiv umgebracht werden... Nur wegen den nachbarlichen Beziehungen.... In den deutschen Plänen sollte Warschau zu einem Überlagerungsknoten werden, nichts mehr, also besser war es unter der sowjetische Besatzung zu bleiben und die Chancen haben, die Stadt wiederaufzubauen. Heute überlegen einige, ob man das freundliche Geschenk zerstören soll (Pałac Kultury i Nauki w Warszawie, Kultur- und Wissenschaftspalast in Warschau), aber ich glaube, dass sich jeder inzwischen daran gewöhnt hat, dass es in der Warschauer Skyline auch der Kultur- und Wissenschaftspalast gehört. (Nebenbei bemerkt: Anna hat wunderschöne Fotos des Kultur- und Wissenschaftspalasts in der Fotogalerie).
Am 17 Januar 1945 kamen die Soldaten der ersten Polnischen Armee zu einer total zerstörten Stadt Warschau. Die Kämpfe um die Stadt dauerten nur wenige Stunden. Am 19. Januar in Aleje Jerozolimskie [wie Unter den Linden in Berlin – AB] gingen die ausgewählten Teile der Armee, die Straßen hat man extra dafür sauber gemacht und zu hören war ein Warschauer Lied „Warszawianka“. Bei der Defilee standen die Vertreter der kommunistischen und militärischen Regierungen wie Bolesław Bierut, Władysław Gomułka, Edward Osóbka - Morawski, Gen. Michał Rola - Żymierski, Gen. Stanisław Popławski, Oberst Marian Spychalski und der sowjetische Marschall Georgi Konstantinowitsch Schukow auf den Tribunen gegenüber das Hotel „Polonia“.
[Georgi Konstantinowitsch Schukow (in DDR-Transkription Shukow) (russ. Георгий Константинович Жуков, wissenschaftliche Transliteration Georgij Konstantinovič Žukov) war Generalstabschef der Roten Armee, Verteidigungsminister und Marschall der Sowjetunion - AB nach Wikipedia]
In seinen Memoiren schrieb Jeremi Przybora [poln. Satiriker, Schriftsteller - AB] darüber so: "Unheimliche <> Leiche der Stadt und eine unheimliche Defilee auf ihrem Friedhof [], diese Defilee der Gewinner ging in einer schweigenden Gasse der Menschen die wie Geister aussahen und kamen wie ein schweigendes Publikum zu Tribunen auf den Ruinen. Es gab Geister der Jungs und Mädels der Armia Krajowa waren gemischt mit den Einwohner, die genauso wie die Krieger eine Seele, ein Lächeln, Trauer und Angst von Warschau darstellten. Eine Parade der Gewinner, die nichts gewonnen haben und keinen befreiten.“ (J. Przybora "Przymknięte oko opaczności. Memuarów część II" )
[Die Armia Krajowa (polnisch für Landesarmee, abgekürzt AK; im Deutschen meist als polnische Heimatarmee bezeichnet) war die größte militärische Widerstandsorganisation zur Zeit des Zweiten Weltkrieges im besetzten Polen. Sie war eine Armee aus Freiwilligen, die sich die Befreiung Polens von den deutschen Besatzungstruppen zum Ziel gesetzt hatten. Als militärischer Arm des polnischen Untergrundstaates unterstand sie der Regierungsvertretung im Lande, einer Abteilung der polnischen Exilregierung in London. Ab Juni 1943 hatte sie ca. 380.000 Mitglieder. - AB nach Wikipedia]
Während des II Weltkrieges betrugen die gesamten Verluste an Menschen in Warschau ca. 600 – 800.000 Personen, dabei 350.000 Juden, 170.000 Gefallene im Warschauer Aufstand. Die materiellen Schäden: Gebäude und Infrastruktur zu 84% zerstört, dabei die Wohnungsbau zu 72%, Industriebauten zu 90% und Kulturbauten zu 90%.
(gem. GW)
[s. unsere Artikel:
Warschauer Aufstand und heutiges Europa:
http://www.scholar-online.eu/articles.php?article_id=33
und
70 Jahre nach dem Ausbruch des Krieges
http://www.scholar-online.eu/articles.php?article_id=38
- AB]
Na klasse, noch mehr SPAM: Papst will Internet stärker zur Missionierung nutzen:
Papst Benedikt XVI. hat sich in seiner Botschaft zum nächsten Mediensonntag für eine stärkere Nutzung des Internets zur Verbreitung des christlichen Glaubens ausgesprochen. Das Internet böte "seelsorgerisch unbegrenzte Perspektiven" und sollte wegen seines "beträchtlichen Einflusses" künftig von katholischen Geistlichen für eine "neue Epoche" der Glaubensverkündung genutzt werden. Priester sollten Blogs und Online-Videos zur Evangelisierung und zur Katechese einsetzen, um ihrer Leitungsfunktion auch in den Gemeinden der digitalen Welt nachzukommen. "Je mehr die modernen Technologien immer intensivere Verbindungen schaffen und die digitale Welt ihre Grenzen ausdehnt, desto mehr wird der Priester gefordert sein, sich seelsorgerisch damit zu befassen und das eigene Engagement zu steigern, um die Medien in den Dienst des Wortes zu stellen", erklärte der Papst.
Wo der Papst recht hat, hat er recht.... Aber hat er die langfristigen Konsequenzen daraus bedacht? Ich weiß nicht so recht!
Ich stelle mir gerade vor wie die Menschen sich sonntags zur Messe vor dem Computerbildschirm versammeln und dem Priester lauschen, der via Web-Cam zu ihnen predigt. Komisch, irgendwie...
"Kirche geschlossen. Die nächste Messe auf www........com"
Ich bin stolz darauf, Polin zu sein, wenn ich solche Artikel lese! Danke – The Economist – für eine positive Kritik an Polen! ( Die polnische Übersetzung ist auf onet.pl verfügbar, Ich habe es bereits in der polnischen Abteilung der Europa WG eingefügt)
Polens starke Wirtschaft
Pferdestärke zu Pferdestärke
Wirtschaft wächst und eine starke, stabile Regierung zum starten: Zeit, alte Ansichten über Polen zu überdenken
AUßENSTEHENDE haben häufig starre Vorstellungen von Polen: ein großes, armes Land mit chaotischen Regierungen, fürchterlichen Straßen und exzentrischen Angewohnheiten. Alte Stereotypen sterben schwer, aber die Fakten malen ein zunehmend andersartiges Bild. Durch die düsteren Standards jüngster Jahrhunderte war Polen niemals zuvor sicherer, reicher und besser laufend.
Es war das einzige Land in der EU, welches im letzten Jahr ein wirtschaftliches Wachstun von 1,2% verzeichnen konnte. Wie Jacek Rostowski, polnischer Finanzminister, gern betont, dasBruttoinlandsprodukt pro Kopf stieg von 50% auf 56% des EU Durchschnitts 2009 – ein Rekordsprung. Laut der gleichen Messung (ein wenig schmeichelhaft), die Polen nun für die sechst- größte Wirtschaft in Europa für die großartigere Kaufkraft , die aus niedrigeren Preisen resultiert, justierte.
Ausländische Investoren mögen, was sie sehen. Während angeblich die „west“europäischen Länder, wie die Griechenlandflunder, leiht das ex-kommunistische Polen billig, zum Beispiel mit 4,3 Milliarden Dollar Euroanleihen (3 Milli Euro) diesen Monat. Lenders Großzügigkeit erlaubte der Regierung ein Budget Defizit von 7% auf des BIP 2009 durchzuführen (obwohl Offizielle versprechen, dass ein neues öffentliches Finanzgesetz das Ausgabenwachstun in den nächsten Jahren scharf kürzen wird).
Diese guten Ergebnisse schulden viel dem Glück. Polens schwerfällige Banken kamen spät zur wilden Fremdwährungsanleihe, was so schreckliche Umstände in Ländern wie Lettland und Ungarn bewies. Polens großer interner Markt hat gedämpften Anspruch. Anreizmetren in Deutschland schwappten über die Grenze. Aber das Land hat auch von ein wenig besonnener politischer Führung profitiert. Polen hat etwas sehr seltenes in der EU und fast einzigartiges im ex-kommunistischen Osten: eine vernünftige Mitte-Rechts-Regierung mit einer Mehrheit im Parlament.
Viele kritisieren die Regierung für ihre Umsicht, und jüngst für ihre Skandalgeschichten (ein Skandal über Lobbyismus durch die Glücksspielindustrie empört die sittenstrenge Medienwelt in Polen). Einige langfristige Probleme sind ungelöst, so ein Billigtarif für die Belegschaft und ungleichmäßiger öffentlicher Dienst. Nicht weniger als 2 Millionen Polen haben mit ihren Füßen dafür gestimmt, indem sie im Ausland arbeiten.
Sogar so, durch die Standards der polnischen Regierung in der Vergangenheit, und heute des restlichen Europas, schaut die Baustelle aktuell sehr gut aus. Die Regierung hat einige der schlimmsten polnischen Probleme in Angriff genommen, beachtenswert mit einer hartnäckigen, wenn auch einseitigen, Rentenreform. Es hat verspätet ein Programm für die Modernisierung von Straßen und Eisenbahnstrecken (2.000 km neue Schnellstraßen werden bis 2012 gebaut, wenn Polen und die Ukraine die europäische Fußballmeisterschaft mitveranstalten) gestartet.
Es hat ebenfalls ein paar dringend benötigte Veränderungen in der erstickenden Bürokratie des Landes gemacht. Polen rangiert weit unten in Sachen Freundlichkeitsindex für Firmen. Eine aktuelle Studie der Weltbank setzt das polnische Steuersystem auf den 151sten Platz, von 183 untersuchten Ländern. Aber einige Verbesserungen sind auf dem Weg, online Steuerabgaben und schnellere Kundenabrechnung inbegriffen. Ein neues Gesetz hat den Wohnungsmarkt liberalisiert, erlaubt kurzweilige Pachten. Das sollte Polens Arbeiter ermutigen, innerhalb des Landes auf der Suche nach Arbeit umzuziehen, statt auszuwandern. Es kann einfacher sein, wöchentlich nach Großbritannien per Flugzug zu pendeln, als innerhalb der polnischen Städte per Straße.
Ein großer symbolischer und praktischer Wandel ist, dass Bürger zunehmend einen einfach nur unterschriebenen Antrag (oswiadczenia) anstelle eines kostenintensiven, zeitaufwendigen, notariell beglaubigten Antrages (zaswiadczenia) bei ihren Angelegenheiten mit dem Staat nutzen können. „Wir nehmen an, dass Bürger die Wahrheit sagen, es sei denn es gibt Beweise für das Gegenteil. In der Vergangenheit wurde das Gegenteil angewandt“, sagt Mr Rostowski. Skeptischen Polen, erschreckt durch ihren Umgang mit argwöhnischen, pingeligen Bürokraten dürfte es einige Überzeugungsarbeit benötigen.
Eine neue polnische Außenpolitik war ein Erfolg, nach einer Weile, als das Ziel scheinbar Freunde und verunsicherte Leute verlor. Unter Radek Sikorski als Außenminister hat Polen es geschafft, die Beziehungen mit all seinen Nachbarn zu verbessern und gewann, trotz einer „Hickser“, einen guten Sicherheitsdeal mit Amerika unter Barack Obama. Nach einiger Feilcherei, wird eine Batterie amerikanischer Patriot-Raketen im März in Polen ankommen.
Deutschland behauptet jetzt, dass es dieselben engen Beziehungen mit Polen möchte, wie mit Frankreich. Guido Westerwelle, der neue deutsche Außenminster, wählte Warschau für seinen ersten Auslandsbesuch. Polens Beziehungen mit Russland, einst genauso neurotisch, haben sich beruhigt. Sogar die Aufdeckung eines russischen Spions, der viele Jahre unter falscher Identität in Polen gelebt hat, hat nur eine kleine Welle geschlagen.
Einige sprechen von Mr Sikroski als zukünftigen Präsidenten. Wenn er diesen Herbst kandidiert, würde das ein Problem des Premiermisters, Donald Tusk, lösen. Bis er sich selbst am 28. Januar verdrängt hat, hat Mr Tusk darüber gezaudert, ob er selbst gegen den amtierenden Lech Kaczynski kandidiert.
Mr Kaczynskis Akte ist düster (seine Popularität steigt nur, wenn er keine öffentlichen Statements macht). Seine Hauptaufgabe waren schädliche, widersprechende Gesetze und blockierende Aufträge. Es wird weithin angenommen, dass er keine zweite Amtszeit wünscht, aber in diese durch seinen herrischen Zwillingsbruder Jaroslaw, der die Hauptoppositionspartei leitet – Law and Justice - gedrängt wurde.
Mr Tusk möchte Mr Kaczynski als Teil eines Langzeitplans Law and Justice aufzulösen und Teile davon in seine eigene bürgerliche Plattform zu absorbieren absetzen. Aber es war ihm nicht ganz wohl beim Verzicht auf den Posten des Premieministers, besonders weil er hofft, die Macht des Präsidenten zukünftig zu beschneiden. Mr Sikroski ist wählbar. Er ist Polens beliebtester Politiker und hat auch etwas von einem Außenseiter (er wurde in Oxford ausgebildet; seine Frau ist Amerikanerin; er hat in Washington in einer Expertenkommission gearbeitet). Also ist er keine Bedrohung für Tusk. Als Präsident möge er sogar helfen, mehr dieser lästigen Stereotypen zu beseitigen.
Quelle: 28. Januar 2010 | The Economist print edition
http://www.economist.com/world/europe/displaystory.cfm?story_id=15394158
Ich stimme nicht zu, dass Sikorski ein guter Kandidat ist, er ist ein schlechter Außenminister, aber momentan macht es keinen Unterschied, eigentlich jeder kann gegen Hr. Kaczynski gewinnen. Es wird eine schmutzige Kampagnenzeit, sogar für polnische Verhältnisse. Die harten, populistischen und nationalistischen Rechtsparteien mit Kaczynski werden diese Kampagnen gegen jeden ausrichten. Sikorski ist im Gefahr, weil er vor ihnen flüchtete (einige Beleidigungen, die in Medien veröffentlicht worden sind, 2009) und weil seine Frau eine amerikanische Jüdin ist (Juden sind in Polen nicht medien-freundlich). Sonstige Kandidaten werden aufgrund ihrer kommunistischen, politischen Herkunft angegriffen. Es gibt keinen Leader in Polen, es sei eher ein Kampf gegen oder pro Kaczynski, was man bereits im Artikel von der Hauptseite zu lesen war. Die Glücksspiel-Affäre wird weder dem Regierungschef Tusk noch Kaczynski helfen. Vielleicht werden die Linken die Chancen nutzen und sich einigen.
Polnische Wirtschaft hat noch immer Probleme, z.B. mit der Elektriziätszufuhr. Die betriebswirtschaftliche Umgebung in der Republik Polen ist im Allgemeinen gut. Das polnische Energiegewinnungssystem ist im Bereich der Kapazität das größte in Mittel- und Osteuropa. Das Energiesystem ist sehr bruchstückhaft, mit annähernd 400 Energieerzeugungsanlagen. Polen arbeitet derzeit in Richtung Privatisierung ihres Energiesektors. Bis jetzt hat der Prozess für Energiegruppen hervorgebracht: Enea, Tauron, Energa und PGE Polska Grupa Energetyczna. Die PGE Polska Grupa Energetyczna ist die größte Energiegruppe, verantwortlich für nahezu 40% der gesamten Energieproduktion. Der Privatisierungsprozess läuft von 2008 – 2011 (Warsaw Voice, 2009). Da Polen ein Teil der Europäischen Union ist, müssen sie den Zielen der Erneuerbaren Energien nachgeben,welche durch die Staats- oder Regierungschefs festgelegt wurden. Polens Ziel bei den Erneuerbaren Energien liegt bei einem Anteil von 15% Energieverbrauch bis 2020. Ein Hauptanteil der Produktion an Erneuerbaren Energie wird von Biomasseresourcen kommen.
Außerdem stimme ich einem verlorenem Enländer in Polen zu, der in seinem Blog schrieb:
http://datblog.wordpress.com/2008/01/19/polands-economy-needs-careful-attention/
Polens Elektrizität kommt vorrangig von Kohle, die Infrastruktur ist alt und in Notwendigkeit einer Verbesserung und Treibhausgas werden Emissionen durch Abnahme der so genannten Treibgassteuer von einem benachbartem Land, höchstwahrscheinlich Deutschland, was teuer sein wird, abgezweigt werden müssen.
Aber was ist mit den Kosten, alte Elektrizitätswerke zu ersetzen? Polen muss ebenfalls weg von der Kohle aber hat gegenwärtig noch nicht die Genehmigung gegeben, irgendeine Nuklearstation zu bauen, obgleich sie sich wahrscheinlich an der lettischen Station beteiligen wollen, die gebaut wird, und von dort Brennstoff einführen, aber das ist nicht gewährleistet, noch ist die Höhe an Energie von dort genügend um sich mit Polens wachsenden Bedürfnissen zu treffen. Moderne Nuklearstationen sind sicherer als der Überrest in Chernobyl und Gott sei Dank erkennen die Polen dies, indem sie 2006 dafür gestimmt haben, jedoch gibt es noch keinen konkreten Plan für eine Nuklearstation – dies sollte angesprochen werden eher früher als später weil Polens Energiebedarf steigt laut Vorausschätzungen bis 2025 bis auf 90%. Investitionen in die neue Energieinfrastruktur kostet und es muss von irgend woher hervorgebracht werden – dieses irgend woher wird letztendlich der Konsument sein.
Die größte Sorge über Energie in Polen ist nicht Kohle, sondern die Ostseepipeline, welche russisches Gas unter der Ostsee direkt nach Deutschland pumpen wird, Polen umgehend. Polnische Bedenken sind nicht, wie in Schweden, umweltbedingte Risiken; vielmehr fürchten die Polen, dass Russland ihren direkten Zugang zu Deutschland ausnutzen könnten, um Europa zu teilen. Alle polnischen Politiker lehnen das Projekt ab – das ist der falsche Fokus.
Leider verleiht Polens topographische Natur sich selbst keine Wasserkraft, wie Norwegen zum Beispiel, das Klima ist nicht sehr gut für Solar geeignet und Windparks sind nicht die Antwort, um dem wachsenden Bedürfnis entgegenzukommen, so scheint Nuklear der sinnvollste Weg nach vorn zu sein.
Wenn das trostlos kling, tut es mir Leid, aber ich bin, wie immer, ein Optimist und denke, dass Polen anfangen sollten, ihre Stimmen zu erheben lieber früher als später und sicherstellen, dass die Energie- und Wirtschaftspolitik wieder nach oben auf die Tagesordnung gestellt werden – sie sollten ebenfalls die Regierung fragen Balcerowicz zurückzubringen, er könnte es regeln!
Ich schlage vor:
Europäische Kommission, „Poland Renewable Energy Fact Sheet“, Januar 2008.
UDI, „World Electric Power Plant Dadabase,“ 2009
Warsaw Voice [English language newspaper; printed in Poland – MS], „Privatisierung des Energiesektors“. 2008. Verfügbar online: www.warsawvoice.pl
If this sounds bleak I am sorry, but I am, as always an optimist and think that the Polish people should start raising their voices sooner rather than later and ensure that the Energy and economy policies are brought back high on the agenda – they should also ask the Government to bring back Balcerowicz, he could sort it out!
I advice:
European Commission, “Poland Renewable Energy Fact Sheet,” January 2008.
UDI, “World Electric Power Plant Database,” 2009
Warsaw Voice, “Privatization of the Energy Sector,” 2008. Available online: www.warsawvoice.pl.
Nach über 60 Jahren ist das Strommonopol in Deutschland 1998 aufgehoben worden. Formell wurde damals auch der Gasmarkt geöffnet; Monopole und Oligolpole sollten fallen, Wettbewerb um Kunden einsetzen. Tatsächlich hat Deutschland dieses Ziel zunächst nur halbherzig verfolgt. Mit den spürbaren Auswirkungen der Regulierung steigt die Anzahl der neuen Anbieter: Derzeit beliefern 13 bne-Mitglieder ihre Kunden bundesweit mit Strom. Auf dem Gasmarkt war der Marktzugang über Jahre so kompliziert gestaltet, dass er für Wettbewerber nahezu unmöglich war. Zu Beginn des Gasjahres 2008 kam allerdings Bewegung in die Sache: Immerhin einem bne-Mitgliedsunternehmen ist es seitdem möglich, Kunden bundesweit mit Gas zu beliefern.
Die Liberalisierung des deutschen Strommarktes begann 1998 auf Betreiben der EU: Per Binnenmarktrichtlinie wurde den EU-Mitgliedsstaaten verordnet, ihre Energiebinnenmärkte zu öffnen. Die Art und Weise der Umsetzung blieb den einzelnen Ländern überlassen.
Trotz der zweiten Novellierung des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) im Jahr 2003 blieb die Wettbewerbsintensität in Deutschland gering. Der Weg des verhandelten Netzzugangs stellte sich als nicht ausreichend heraus. Mit der umfangreichen Überarbeitung des EnWG im Sommer 2005 wurden schließlich die Marktzugangsregeln konkreter gefasst und eine Regulierungsbehörde eingeführt: Die Bundesnetzagentur (BNetzA), ausgestattet mit umfangreichen Vollmachten zur Genehmigung der Netzentgelte und zur Ausgestaltung der Marktzugangsregelungen. Diese Vollmachten der BNetzA wurden durch die Stromnetzentgeltverordnung (StromNEV)sowie die Stromnetzzugangsverordnung (StromNZV) vom 25. Juli 2005 weiter kodifiziert. Zur Schaffung eines wettbewerblichen Marktes reichen die bestehenden Regelungen allerdings nicht aus.
Die Marktöffnung des Gasmarktes ist auch nur formal erfolgt. Drei Jahre nach Einführung einer Regulierungsbehörde (Bundesnetzagentur - BNetzA) kommt der Wettbewerb auf dem Gasmarkt nur langsam in Schwung.
Die tatsächlichen Probleme neuer Anbieter gehen allerdings weit über den eigentlichen Netzzugang hinaus: Netzentgelte, möglicher Leitungswettbewerb, Engpassbewirtschaftung, Datenformate und nicht zuletzt die Reduzierung der Marktgebiete - all diese Themen muss die BNetzA angehen. Erst mit der Lösung dieser Problemfelder wird es neuen Anbietern möglich sein, wettbewerbsfähige und vergleichbare Angebote im gesamten Bundesgebiet stellen zu können.
Im Rahmen der aktuellen Diskussion zum Entwurf einer Änderung des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen, GWB, fordert der Bundesverband Neuer Energieanbieter e.V. (bne) vorrangig ein verbessertes Investitionsklima für den Bau neuer Kraftwerke. Ein wettbewerbliches, investitionsfreundliches Marktumfeld - möglichst ohne staatliche Eingriffe - ist erste Aufgabe der Politik. Ein Gesetz zur Zerschlagung marktbeherrschender Stromerzeuger ist allenfalls eine nachrangige Maßnahme. Durch die Zerschlagung der bestehenden Strukturen wird noch kein Kraftwerk durch neue Anbieter gebaut.
Seit der Feststellung des Bundesgerichtshofs (BGH) im November 2008, dass der Markt von dem Duopol Eon und RWE beherrscht wird, hat sich jedoch nicht viel getan. Die Gesetzesanträge der FDP-Bundestagsfraktion von Januar 2007 und März 2008 sind gescheitert; die Gesetzesinitiative des ehemaligen hessischen CDU-Wirtschaftsministers Alois Rhiel liegt im Bundesrat bis heute auf Eis.
Die Ergebnisse einer im Januar 2010 veröffentlichten RWE-Studie zu den europäischen Strom-Großhandelsmärkten scheinen von dem eigentlichen Problem ablenken zu wollen: "Selbst wenn die Integration dieser Märkte tatsächlich etwas weiter fortgeschritten sein sollte, als bisher angenommen, beherrschen Eon und RWE nach wie vor den deutschen Stromerzeugermarkt", so der bne-Geschäftsführer. Die Überlegung der Autoren der Studie, eine andere Marktdefinition als die des BGH zugrunde zu legen, erscheine hier eher als Kunstgriff.
Deutschlands Wirtschaft wuchs um 1,3 Prozent im Jahr 2008, über die Hälfte von dem in 2007. Laut der Bundesbank wird die deutsche Wirtschaft bis 2010 stagnieren. Es ist Europas größte Wirtschaft und es wird erwartet, dass sie um rund 6 Prozent schrumpfen wird. „Die deutsche Wirtschaft befindet sich derzeit einer deutlichen Rezession,“ sagte die Bundesbank. Wirtschaftliche Aktivitäten bleiben jetzt auf einem gedämpften Level. Ein Wachstum wird für 2010 prognostiziert, aber bei einem bescheidenen Anteil von 0,5 Prozent. Mehr Jogeinschnitte und ein schnellerer Anstieg der Arbeitslosigkeit dürfte in den nächsten Quartalen zu erwarten sein,“ sagte der Bericht der Bundesbank. Deren Zahlen für die Zukunft sagen voraus, dass die Arbeitslosigkeit auf 10,5 im Jahr 2010 steigen wird. Europa sieht sich einer tieferen und längeren Rezession gegenüber, als im Vorfeld prognostiziert. 8,5 Millionen Jobs werden 2010 in Europa verschwinden, mehr als Auslöschen der neuer Jobs, die in jüngsten Jahren geschaffen wurden. Die Arbeitslosigkeit wird Ende nächsten Jahres 11,5 Prozent erreichen, sagt die Europa Kommission. Die Kommission prognostiziert jetzt, dass die EU Wirtschaften 2010 um weitere 0,1 Prozent. Aus heutiger Sicht erwarte ich vor der zweiten Hälfte 2010 keine positive Wachstumsrate.
Hm, es ist schwer, sich etwas vorzustellen, was man schon
erlebt hat. Aus den Erzählungen meiner Oma wusste ich, dass Polen nicht nur ein Land, reich an Kultur, sondern auch ein Garten Eden sein sollte.Meine Oma kam aus Szubin. Und ich bin auch so aufgenommen worden. Voller Freundschaft, als gehörte ich schon seit meiner Geburt zu dieser Familie. Und auch ich tat das gleiche, als die Familie dann mich in Deutschland besuchte. Der Italiener sagt: Mi casa,Su casa. Und das ist es, was die Menschen zusammen führt. Der Bromberger Blutsonntag machte den Anfang , der Krieg brachte die Nationen auseinander, spaltete Europa in zwei Lager. Ein Krieg dauert nur eine Gewisse Zeit, eine Feindschaft mehr, als ein Leben. Ich hoffe, dass es niemanden mehr geben wird, der vermag, Nationen so zu entzweien. Reisen bildet nicht nur, sondern es erweitert auch den persönlichen Horizont. wenn ihr die Möglichkeit habt, schaut euch Menschen und Länder an, macht euch euer eigenes Bild. Und habt Freude am Lernen, denn ihr werdet es ein Leben lang tun. Und manchmal merkt ihr es gar nicht, dass ihr etwas Neues beherrscht.
Be Lovefool is a very nice idea! I liked the book and I will participa in the summer campain for lovefools
Helena
13-06-2010 18:59
Anna, this is a great project! You are a truely interesting and creative person! Don't stop integrationg Europe!
Peter
07-06-2010 21:51
Ich beneide Scholar Online, da das Team stets so viel erlebt! Ihr seid überall! Weiter so! Verunsichere Europa!
BK
22-05-2010 17:51
Flutwelle in Mittel- und Osteuropa. Mein Mitleid für alle Betroffenen aus Tcheschien, Polen und anderen Ländern!
Jule
15-05-2010 18:27
Polen und Russen setzten den Versöhnungskurs bei der 65. Siegesparade in Moskau fort. Scholar fördert die europäische Freundschaft. Mach weiter so!
Marie
14-04-2010 18:17
10th April Smoleńsk was tragic. But much more tragic is what is happening in Poland right now. RIP was yesterday. Now, it's fight club!
Luise
11-04-2010 23:17
Lech Kaczynski wird uns auch in Deutschland fehlen. Der tödlich verunglückte Präsident war mehr als die eine Hälfte eines Zwillingsduos an Polens Spitze.
Chrissi
11-04-2010 12:27
I'm sending my love, prayers, and DEEPEST sympathies to the people of Poland. May God be with you through this tragic time.
Peter
10-04-2010 20:11
Es wird vermutet, dass das Flugzeug von Kaczynski beim Landeanflug im dichten Nebel Baumkronen gestreift hatte. Mein Beileid an Polen.
Tom
10-04-2010 18:23
Polish president killed in plane crash in Russia..... This is just tragic. My prayers go out to the entire country.
alan
10-04-2010 17:09
ich bin kein Fanatiker der PIS, dennoch der Zusammenhang mit Katyn ist schockierend für mich.
Yaro
10-04-2010 16:47
President Lech Kaczynski wanted to revisit the past. He did it unwillingly. I am sorry for Poland for loss of the President and much of the nation's ruling elite.
Joline
10-04-2010 16:45
Tragedy in Russia: President of Poland and many important politics are dead in plane crush. Poland, we pray with you!
CLX
10-04-2010 13:04
I still can't belive. Polish president Lech Kaczynski and other important people died in crush plane near Smolensk. It's Polish tragedy.
Raik
10-04-2010 12:56
#RIPLechKaczynski My condolences for families of Lech Kaczynski and other victims of the plane crash near Smolensk, Russia. Poland, we pray with you!
#470 | Young People UK dnia 17.01.2010 17:31
PoTomek erinnert mich den ganzen Tag, dass die Rote Armee vor 65 Jahren in die Stadt Warschau kam, nach dem sie ein halbes Jahr lang nur an der anderen Ufer nutzlos und bloß standen und nur zugeschaut haben, wie die Polen (dabei auch polnische Juden, die noch den Aufstand im Ghetto überlebten) in Warschau massiv umgebracht werden... Nur wegen den nachbarlichen Beziehungen.... In den deutschen Plänen sollte Warschau zu einem Überlagerungsknoten werden, nichts mehr, also besser war es unter der sowjetische Besatzung zu bleiben und die Chancen haben, die Stadt wiederaufzubauen. Heute überlegen einige, ob man das freundliche Geschenk zerstören soll (Pałac Kultury i Nauki w Warszawie, Kultur- und Wissenschaftspalast in Warschau), aber ich glaube, dass sich jeder inzwischen daran gewöhnt hat, dass es in der Warschauer Skyline auch der Kultur- und Wissenschaftspalast gehört. (Nebenbei bemerkt: Anna hat wunderschöne Fotos des Kultur- und Wissenschaftspalasts in der Fotogalerie).