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Wir sind Europa - Kommunikation
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Ich habe den Eindruck, dass wir zu wenig die gegenseitige tiefgründige Kommunikation fördern und dafür Sensationen, Blutmassaker und andere Schlagzeilen verfolgen. Wir unterhalten uns mehr über neu gekaufte Schuhe, das neue Auto des Nachbarn und ob ein Tee mit Zitrone oder mit Honig gesünder ist. Irgendwann sind wir an den Oberflächlichkeiten hängengeblieben und schaffen es nicht mehr, uns davon zu lösen.

Manchmal ist es nicht einmal mehr ein Dialog: jeder sagt das, was er gerade meint, ohne abzuwarten, wie die anderen darauf reagieren und ohne einen Bezug auf den Vorgänger zu nehmen. Für die Wirtschaftsmenschen sind wir nur ein Homo „werbefreundlich“ sapiens, der bestimmte Kaufentscheidungen trifft, für die Ausländer sind wir die Unbekannten, die man aus Witzen oder aus einer Klassen- / Urlaubsreise kennt, und diese Kommunikation wird zu einem nicht einmal mehr freundlichen, sondern eher „es gehört sich“ winkie-winkie-Gruß. Wir lassen jeden in einer Schublade stecken und vereinfachen unsere Wahrnehmung der Welt. Und wir arbeiten selten daran.

Ich denke, es würden nicht so viele Probleme auf dieser Welt existieren, wenn wir uns gegenseitig zuhören und wirklich miteinander reden würden anstatt nur neben einander zu leben.




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Kommentare
#21 | Brakoniecka Anna am 22-03-2009 23:13
Der 22. März ist der Tag der Kriminalitätsopfer. Ich lasse das kommentarlos in der Luft hängen. Nicht nur für einen Tag.
#22 | Lilli am 23-03-2009 16:03
Es passiert genug Schlimmes auf der ganzen Welt.
#23 | Pascal am 23-03-2009 16:15
Ausschnitte der Rede von Bundespräsident Horst Köhler bei der Trauerfeier zum Gedenken an die Opfer des Amoklaufs in Winnenden und Wendlingen am 21.03.2009


Jedes Kind ist unschuldig geboren. Wenn ein Kind stirbt, dann sterben auch Hoffnung und Zukunft mit ihm. Deshalb entsetzen uns Berichte über Gewalt gegen Kinder so sehr. Was aber, wenn Kinder selbst zu Mördern werden?

Uns quälen die immer gleichen Fragen:

Wie konnte das geschehen?

Wie kann ein Mensch so etwas tun?

Gab es keine Alarmsignale, keine Zeichen, auf die man hätte reagieren können?

Manche werden sich auch fragen, wie Gott so etwas zulassen kann.

Und viele Angehörige fragen sich: "Wie soll unser Leben nun weitergehen?"

Wir spüren, wie uns plötzlich der Boden unter den Füßen weggezogen wird. Wir suchen Halt: bei Freunden und Angehörigen; bei Menschen, die das gleiche Schicksal erlitten haben; im Glauben an Gott.

Solche Taten führen uns an die Grenze des Verstehens. Und auch an die Grenze des Sagbaren, hinter der alles Deuten, Fordern und Erklärenwollen schnell unsäglich wird.


(...)

Eltern und Angehörige von Opfern haben mir gesagt: "Wir wollen, dass sich etwas ändert". Meine Damen und Herrn, das will ich auch. Das sollten wir alle wollen. Und da ist nicht nur der Staat gefordert. Es ist auch eine Frage der Selbstachtung, welche Filme ich mir anschaue, welche Spiele ich spiele, welches Vorbild ich meinen Freunden, meinen Kindern und Mitmenschen gebe. Zur Selbstachtung gehört es, dass man "Nein" sagt zu Dingen, die man für schlecht hält - auch wenn sie nicht verboten sind. Die meisten von uns haben ein Gespür für Gut und Böse. Also handeln wir auch danach!

(...)

Und schauen wir auch genau hin, welche Bilder wir uns von unseren Mitmenschen machen, welche Menschenbilder wir in unserer Umgebung akzeptieren und von welchen wir uns selbst beeinflussen lassen: Welche Erwartungen haben wir an andere? Wie schön, klug und kraftvoll muss einer sein, um dazuzugehören? Und wie verloren muss sich einer fühlen in einer Gesellschaft, die täglich scheinbare "Stars" produziert und sie morgen schon wieder vergessen hat? Was wird aus denen, die solchen Bildern nicht entsprechen? Wie schnell fällt einer aus dem Rahmen - nur weil er anders ist, als wir es von ihm erwarten; nur weil wir zu bequem sind, um nachzudenken und unsere Schablonen zu korrigieren? Einen Menschen so wahrzunehmen, wie er ist - das ist die wichtigste Voraussetzung, um einander verstehen und annehmen zu können, um einander zu helfen.


Von mir: ich denke, nicht nur ganzes Deutschland trauert.
#24 | Brakoniecka Anna am 23-03-2009 22:19
PL:
#27 | PoTomek dnia 23.03.2009 18:23

Das sind sehr kluge Ausschnitte. Deswegen gehe ich erstmal darüber nachdenken. Wenn ich fertig bin, komme ich zurück.


PL:
#28 | Young People UK dnia 23.03.2009 19:48

Deswegen ist es so wichtig zuzuhören, was die anderen sagen. Manchmal wird gerade in diesen Andeutungen all das versteckt, was uns Schmerz bereitet, was uns quält, was und beschäftigt, und diese Andeutungen beachten wenige Menschen. Ein Mensch ändert sich nicht von einen Tag auf den anderen (wir sprechen hier nicht die Grenzfälle an, die plötzlich durch eine unvorhersehbare Katastrophe verursacht wurden), sondern wird von Tag zu Tag geformt. Langsam, aber konsequent.
#25 | Brakoniecka Anna am 23-03-2009 22:23
PL:
#29 | PoTomek dnia 23.03.2009 19:55

Zeige mir deine Freunde und ich sage dir, wer du bist. Mit welchen Personen wir uns umringen, solche Personen mögen wir. Die Schlussfolgerungen soll jeder selbst daraus ziehen. Und wenn man keine Freunde hat, dann kann man trotzdem Schlussfolgerungen ziehen. Und die Nachbarin hat Recht – wir kommunizieren mit Andeutungen. Vielleicht haben wir den Japanern zu viel von ihrem Trend zur Minimalisierung abgeschaut.
#26 | Brakoniecka Anna am 23-03-2009 22:33
PL:
#30 | Qrczak Felek dnia 23.03.2009 21:20

Das ist nicht nur die Frage, welche Filme man anschaut und welche Spiele man spielt. Auch das Verhalten in der Familie trägt einen großen Teil dazu bei, was für Menschen wir sind. Das Verhalten von Eltern, die keine Zeit haben, weil sie Geld verdienen gehen, und dann Geschenke kaufen , um sich die Kindergnade zu erkaufen. Das Verhalten von Bruder oder Schwester, die ihre eigenen Sachen im Kopf haben, die eigene Gesellschaft, eigene Musik, eigene Freunde. Wenn es keine Reaktion in der Familie gibt, dann gibt es auch woanders keine Reaktion. Wie soll man lernen, richtig zu reagieren? Wie soll man erfahren, in welches Bild man passt oder nicht? Die Zeiten, wo man gemeinsam am Tisch saß und über Blödsinn geredet hat, sind vorbei. Jetzt haben die Alten (Eltern) nur noch Stress damit, wie viel sie verdienen, ob sie ihre Arbeit nicht verlieren werden, ob sie noch jung aussehen und ob wir eine Überraschung nach Hause bringen oder ob wir sie nicht beschämen.
#27 | Brakoniecka Anna am 24-03-2009 14:35
ENG:
#23 | Leo dnia 24.03.2009 01:21

Qrczak Felek hat Recht, nicht nur das, was wir machen, auch das, wo wir aufgewachsen sind. Da gibt es viele verschiedene Aspekte, die uns beeinflussen, und bestimmen, wer wir sind. Leider gibt es manchmal wirklich kranke Menschen, die das Glück der Anderen zerstören, mehr oder weniger bewusst. Aber wenn Du planst eine andere Person zu zerstören, bist du ein schlechter und kranker Mensch und es gibt keine Ausreden für dich.
#28 | Alex am 24-03-2009 14:51
Wir empfangen viele unterschiedliche Reize aus der Umgebung, diese Komplexität wird vom Nervensystem bearbeitet und wir beschäftigen uns damit mehr oder weniger bewusst. Heutzutage gibt es zu viele Reize, es reicht schon nur ein paar Minuten an der Glotze zu verbringen, um zu sehen, wie viele Informationen auf uns zukommen : in Form von Werbung, Messages, Stereotypen, unwichtigen und wichtigen Nachrichten. Wenige können kaum die Wichtigkeit selbst unterscheiden, v. a. wenn jemand die guten Grundlagen wie erziehungsbedingte Faktoren verpasst hat.
#29 | Alex am 24-03-2009 14:52
Ich wollte so anfangen: Wir empfangen zu viele unterschiedliche Reize aus der Umgebung.
#30 | Brakoniecka Anna am 24-03-2009 18:48
PL:
#32 | Eliza dnia 24.03.2009 14:39

Meiner Meinung nach sind nicht nur diejenigen, die mit Maschinengewehren, Pistolen, Granaten oder mit anderen Waffen das Leben der anderen bedrohen, gefährlich. Auch die, die sich Intrigen ausdenken und planen und wie die fleißigen Spinnen ihre Netze bauen. Das ist manchmal die Nachbarin, die den Tratsch weitergibt, manchmal ist das der Chef, der dich nicht mag, manchmal dein Arbeitskollege, der dich um deine Beförderung beneidet oder die beste Freundin, die dich um deinen Freund beneidet.


PL:
#33 | Paszczak dnia 24.03.2009 14:54

Deswegen gibt es 7 Hauptsünden, und Neid gehört dazu, oder?
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Boryana
24-07-2010 17:25
Be Lovefool is a very nice idea! I liked the book and I will participa in the summer campain for lovefools Smile

Helena
13-06-2010 18:59
Anna, this is a great project! You are a truely interesting and creative person! Don't stop integrationg Europe!

Peter
07-06-2010 21:51
Ich beneide Scholar Online, da das Team stets so viel erlebt! Ihr seid überall! Weiter so! Verunsichere Europa!

BK
22-05-2010 17:51
Flutwelle in Mittel- und Osteuropa. Mein Mitleid für alle Betroffenen aus Tcheschien, Polen und anderen Ländern!

Jule
15-05-2010 18:27
Polen und Russen setzten den Versöhnungskurs bei der 65. Siegesparade in Moskau fort. Scholar fördert die europäische Freundschaft. Mach weiter so!

Marie
14-04-2010 18:17
10th April Smoleńsk was tragic. But much more tragic is what is happening in Poland right now. RIP was yesterday. Now, it's fight club!

Luise
11-04-2010 23:17
Lech Kaczynski wird uns auch in Deutschland fehlen. Der tödlich verunglückte Präsident war mehr als die eine Hälfte eines Zwillingsduos an Polens Spitze.

Chrissi
11-04-2010 12:27
I'm sending my love, prayers, and DEEPEST sympathies to the people of Poland. May God be with you through this tragic time.

Peter
10-04-2010 20:11
Es wird vermutet, dass das Flugzeug von Kaczynski beim Landeanflug im dichten Nebel Baumkronen gestreift hatte. Mein Beileid an Polen.

Tom
10-04-2010 18:23
Polish president killed in plane crash in Russia..... This is just tragic. My prayers go out to the entire country.

alan
10-04-2010 17:09
ich bin kein Fanatiker der PIS, dennoch der Zusammenhang mit Katyn ist schockierend für mich.

Yaro
10-04-2010 16:47
President Lech Kaczynski wanted to revisit the past. He did it unwillingly. I am sorry for Poland for loss of the President and much of the nation's ruling elite.

Joline
10-04-2010 16:45
Tragedy in Russia: President of Poland and many important politics are dead in plane crush. Poland, we pray with you!

CLX
10-04-2010 13:04
I still can't belive. Polish president Lech Kaczynski and other important people died in crush plane near Smolensk. It's Polish tragedy.

Raik
10-04-2010 12:56
#RIPLechKaczynski My condolences for families of Lech Kaczynski and other victims of the plane crash near Smolensk, Russia. Poland, we pray with you!

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